„Ich habe viele Tipps und Werkzeuge vermittelt bekommen“

Absolventin zur Business Health Managerin (BHM) Antje Wächter im Interview über Ihr Fazit der Seminarreihe und Ihre Erfahrungen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM).


Der Stellenwert der betrieblichen Gesundheit wächst vielerorts und bringt einen steigenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften im BGM mit sich. Nicht selten werden entsprechende Stellen in Unternehmen aller Art neu geschaffen oder die Betreuung des BGMs an bereits im Unternehmen ansässige Beschäftigte übertragen. Im Rahmen der Ausbildungsreihe zur/zum Business Health Manager*in haben wir uns mit Antje Wächter unterhalten. Antje ist als Koordinatorin für Familienfreundlichkeit und Gesundheitsmanagement sowie BEM Beauftragte an der Hochschule Bremerhaven tätig und hat ihre Weiterbildung zum Business Health Manager im Juni 2021 abgeschlossen. Wir haben sie im Interview gefragt, wie sie ihre Aufgaben als Koordinatorin der betrieblichen Gesundheit an der Hochschule Bremerhaven wahrnimmt und wie ihr die Weiterbildung mit der Akademie KRAFTWERK in ihrem Aufgabenfeld weitergeholfen hat.


Akademie KRAFTWERK (AK): Liebe Antje, als du zur Hochschule Bremerhaven gekommen bist, wie war das BGM seinerzeit bereits aufgebaut? Was waren deine Aufgaben?


Antje Wächter (AW): Ich bin schon länger an der Hochschule beschäftigt und habe in verschiedenen Bereichen gearbeitet. Die jetzige Stelle wurde geschaffen, um das Gesundheitsmanagement auszubauen. Der Arbeits- und Gesundheitsschutz und auch das Betriebliche Eingliederungsmanagement bestehen bereits. Im Bereich der Betrieblichen Gesundheitsförderung haben wir zuvor Gesundheitstage, das regelmäßige Angebot einer aktiven Pause sowie einige Einzelaktionen durchgeführt. In den letzten Monaten haben wir Workshops zur Salutogenese und zur Stärkung der Resilienz angeboten.


AK: Was waren deine größten Herausforderungen, seit du mit dem BGM betraut bist?


AW: Das ist wirklich eine neue Aufgabe für mich und ich schreibe jetzt gerade am Projektplan. Herausfordernd ist sicherlich das Gesundheitsmanagement in der gesamten Organisationsstruktur zu verankern. Hier ist momentan viel Vorarbeit erforderlich. Ich möchte natürlich möglichst viele Kollegen und Kolleginnen von den Vorteilen eines BGMs überzeugen und sie animieren mitzumachen. Ob das jetzt die größte Herausforderung wird, kann ich vielleicht in ein paar Monaten beantworten.


AK: Wurdest du in deinem gesamten Verlauf immer mal wieder unterstützt? Und wenn ja, von wem?


AW: Ich habe die volle Unterstützung durch die Hochschulleitung sowie von meiner direkten Vorgesetzten in der Abteilung –Servicestelle Chancengerechtigkeit. Auch mit einer weiteren Kollegin, die dort für die Themen Diversity und inklusives Studieren zuständig ist, tausche ich mich regelmäßig aus. Das hilft mir natürlich sehr bei meiner Arbeit.


AK: Wie hat dir die Weiterbildung zur Business Health Managerin weitergeholfen in deiner Arbeit?


AW: Die Weiterbildung hat mir SEHR geholfen, um einen tiefen Einblick in das BGM zu bekommen. Die Differenzierung der einzelnen Themen wurde sehr gut dargestellt und ich habe einen superguten Einblick bekommen in die Phasen eines Projektmanagementprozesses. Ich werde jetzt mit der Startphase beginnen und anhand des IST-Zustandes mit dem Team, der Arbeitsgruppe Gesundheitsmanagement, weitere Schritte planen. Für jede Phase des Prozesses habe ich ganz viele Tipps und Werkzeuge vermittelt bekommen, um das BGM wirklich gut umsetzen zu können.


AK: Was sind deine nächsten Ziele im BGM? Zum einen persönlich für dich, zum anderen für die Gestaltung des BGMs in deinem Unternehmen?


AW: Also das größte Ziel ist, das Gesundheitsmanagement nun umfassend in der Hochschule umzusetzen: zum einen für die Beschäftigten im Rahmen des BGMs und zum anderen für die Studierenden, im sogenannten SGM. Somit ergibt sich als nächstes Ziel die Vorstellung meiner Projektplanung bei allen Stakeholdern. Persönlich habe ich vor, mich noch weiter fortzubilden, das ist jedoch noch ein bisschen weiter hinten am Horizont. Für meine Arbeit an der Hochschule Bremerhaven könnte interessant sein, dass ich mich zur Körper-Fahrlehrerin ausbilden lasse. Das Angebot habe ich vor kurzen in eurem Blog entdeckt (lacht). Persönlich könnte ich mir auch sehr gut vorstellen, selbst noch eine Ausbildung zur Qigong-Trainerin zu machen. Mal schauen, was sich ergibt.


AK: Was motiviert dich, dich für die Gesundheit deiner Kolleg*innen einzusetzen?


AW: Das ist eine Mischung aus verschiedenen Sachen: Ich arbeite unheimlich gerne mit Menschen zusammen und wenn ich etwas für die Kolleg*innen erreichen kann, ist das natürlich super. Mich reizt auch die Herausforderung sehr, mit der Projekt- und Prozessplanung eine für mich völlig neue Aufgabe angehen zu können. Das finde ich superspannend. Erste Gespräche mit Kolleg*innen zum BGM wurden teilweise mit „da bin ich ja mal gespannt“ kommentiert. Das finde ich toll, weil das für mich bedeutet, dass da schon mal eine Tür offen ist – es kann losgehen!


AK: Liebe Antje, vielen Dank für das Interview!


AW: Sehr gerne. Ich danke euch! Für die schöne Zeit und die Unterstützung! Es hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht!


Möchtest du dich auch zur/zum Business Health Manager*in weiterbilden? Dann informiere dich hier, schreibe uns eine E-Mail oder buche einen Beratungstermin. Wir freuen uns auf dich!

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